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Der allegro-Katalog

Das Wichtigste auf einer Seite

Was ist ein allegro-Katalog?

(Anleitung für die Benutzer der UB Braunschweig)

Ein allegro-Katalog ist eine Datenbank und besteht aus zwei Teilen:

Was ist alles drin?

Auf dem Bildschirm-Menü erscheinen mehrere solche Kataloge. Die wichtigsten sind:

  1. Bücher und Zeitschriften, die von der UB seit 1980 angeschafft oder neu katalogisiert wurden. Das sind ca. 250.000 Titel mit über 300.000 Bänden, und jede Woche kommen einige hundert hinzu. Der Index besteht aus über 5.000.000 Einträgen in 9 Registern.

  2. Bücher der Institute der TU, vorerst nur einiger ausgewählter Institute. (Die Zeitschriftenbestände der Institute sind mit in der Datenbank 1 enthalten!) Die Register sind gleich angeordnet.

  3. Aufsätze aus deutschsprachigen Zeitschriften, Jahrgänge 1987-1993. Etwa 90.000 Aufsätze sind darin nachgewiesen.

So benutzt man den Katalog

  1. Register wählen: Die Taste für das gewünschte Register drücken, also z.B. <F1> für das Personenregister, <F3> für das Wortregister usw. Mehr dazu auf den nächsten Seiten.

    Sofort erscheint dann ein Ausschnitt aus dem gewählten Register.

  2. Suchwort tippen: Man tippt vom gesuchten Namen oder Begriff die ersten 5 bis 10 Buchstaben (oder mehr, aber meistens genügt das) und drückt dann die Taste <Enter>. Die betreffende Stelle des Registers wird aufgeblättert. Links neben den Zeilen sieht man Zahlen. Wenn dort z.B. "25" steht, heißt das, daß es zu der Registereintragung 25 Titeleinträge im Hauptteil gibt.

  3. Titel aufblättern: Im Register bewegt man den Zeiger ==> mit den Pfeiltasten (Cursortasten) <CursorUnten> und <CursorOben> auf die richtige Zeile und drückt nochmals <Enter> . Nun erscheint die zu der Registerzeile gehörige "Titelaufnahme", so etwas wie eine Katalogkarte. Wenn es mehr als eine gibt, kommt die erste. Die nächste ruft man mit der <Leertaste> ab oder mit <CursorUnten>. Mit <CursorOben> blättert man in der internen Reihenfolge wieder nach oben. So kann man in den Titelaufnahmen auf- und abwärts blättern.

    Mit <F10> wechselt man zu den anderen Datenbanken.

Die Register

Die Datenbank für Bücher und Zeitschriften hat 9 alphabetische Register. Jedes davon wird aufgeschlagen, indem man die Funktionstaste mit der zugehörigen Nummer drückt, also z.B. <F3>, dann erscheint Register 3.

Man blättert eine gewünschte Stelle darin auf, indem man die ersten Buchstaben des gesuchten Begriffs eintippt und dann die Taste <Enter> drückt.

<F1> Namen von Personen
(also: F1 drücken, wenn man den Verfassernamen kennt)

Dieses Register enthält alle erfaßten Personen, und zwar nicht nur Verfasser (bis zu 3 je Buch), sondern Herausgeber (aber nicht bei Zeitschriften!), Mitarbeiter, Bearbeiter, Illustratoren, Begründer u.a. (Übersetzer dagegen meistens nicht). Ferner die Namen von "gefeierten Personen" (bei Festschriften) sowie "Personenschlagwörter" (für Werke über eine Person!) Bei Doppelnamen findet man eine Verweisung vom zweiten Teil auf den ersten, in vielen Fällen gibt es Verweisungen von abweichenden Schreibweisen auf die verbindliche Schreibweise.

Man findet zusätzliche Einträge für

<F2> Körperschaftsnamen:
Manche Bücher oder Zeitschriften haben keine Personen als Verfasser oder Herausgeber, sondern werden von Institutionen, Behörden, Verbänden, Firmen usw. herausgebracht. Nach den Namen solcher Körperschaften kann man hier suchen. Meistens findet man die fraglichen Bücher aber leichter über ein Titelwort im Register 3. In Zukunft sollen in diesem Register auch Bücher über Körperschaften zu finden sein, also wie bei Personen.

<F3> Wörter = Titelwörter und Schlagwörter*
(hier beginnt man, wenn man Literatur zu einem Thema sucht!)

Dieses Register ist das umfangreichste (ca. 1.350.000 Einträge). Es enthält alle Wörter aus den Titeln (bis auf Artikel und andere Füllwörter) sowie aus Titelzusätzen (Untertiteln), Originaltiteln, Tagungstiteln, Paralleltiteln, Umschlag- und Rückentiteln...

Stichwörter aus Zeitschriftentiteln erkennt man am angehängten 'Z

Außerdem gibt es

(*) Titelwörter nennt man auch "Stichwörter". Dagegen sind "Schlagwörter" zusätzlich eingegebene Wörter, die nicht unbedingt im Buchtitel vorkommen

<F4> Buchtitel
(hier suchen, wenn man den Buchtitel weiß)

In diesem Register findet man alphabetisch alle Buchtitel, auch die Neben-, Umschlag- und Originaltiteln sowie die Tagungstitel, auch die Titel einzelner Bände von mehrbändigen Werken. Man gibt als Suchbegriff den Anfang des Titels ein, und zwar ohne Artikel, also "grossen saeugetiere" und nicht "Die großen Säugetiere"

Für Kongresse gibt es Sondereinträge unter K ort,jahr -> titel

<F5> Zeitschriften- und Reihentitel
Unter den Reihen- oder Serientiteln sind die Nummern aller vorhandenen Bände zu finden. Bindestriche sind zwecks einheitlicher Sortierung in diesem Register durch Leerzeichen ersetzt.

<F6> Verlag,Jahr und Erscheinungsort,Jahr
d.h. unter dem Verlagsnamen Ordnung nach Erscheinungsjahr. (Bei mehrteiligen Verlagsnamen i.a. nur das erste Wort)

<F7> Klassifikation
Dieses Register ist noch in keiner Weise vollständig, es kann vorerst nur als Orientierungshilfe und zum Aufbau von Ergebnismengen dienen, aber nicht zum zuverlässigen Auffinden aller Bücher zu einem Thema. Die Einträge haben die Form Sachgruppe,Jahr/Literaturart (Bei den Zeitschriften gibt es eine andere Sachgruppen-Einteilung.)

Die "Literaturart" ist ein Kennbuchstabe:

Es gibt Sonderabteilungen (aber erst für Titel ab 1991 im Aufbau) unter

DK: Dezimalklassifikation : die Sachgruppen des alten Systemtischen Katalogs (dies sind nur Hinweise auf den Zettelkatalog Nr. 5)

<F8> Signatur
alle Signaturen der erfaßten Bücher bzw. Zeitschriften.

Besonders wichtig: die Lesesaal-Signaturen (in Kleinbuchstaben)

Die Sachgruppen der Aufstellung stehen als Zwischenüberschriften über den einzelnen Abschnitten. So können Sie dieses Register auch als Standortkatalog für den Lesesaal benutzen. Das ist nützlich, weil im Regal immer nur die gerade nicht ausgeliehenen Bücher stehen. Hier im Register finden Sie dagegen auch die anderen (jedenfalls die ab 1980 angeschafften).

Lehrbücher stehen zusätzlich unter z.B. ZZLB-AR C 300...

<F9> ISBN (später evtl. noch andere Identifikationsnummern) :

Vor der ISBN steht ein 'i', um sie von anderen Identifikationsnummern zu unterscheiden. Geben Sie also z.B.

i3-927115-04

ein, wenn Sie die ISBN 3-927115-04-5 suchen. (Die letzte Ziffer ist eine Prüfziffer und im Register nicht mit aufgeführt.) Wenn man z.B. i3-540 eingibt, bekommt man die Liste der ISBN-Nummern des Springer-Verlags, denn dieser hat die Verlagsnummer 3-540. Ansonsten kann man aber Springer auch im Register 6 direkt unter dem Namen suchen.

In jedem Register können Sie die Kombination <Shift+F8> drücken, dann sehen Sie die Kurztitel- Übersicht zu den jeweiligen Registereinträgen.

Zum Konzept

Das Denkmodell des Katalogs ist nicht das Modell "Frage-Antwort", sondern das Vorstellungsbild eines gedruckten Nachschlagewerks mit alphabetischen Registern. Wie bei einem gedruckten Katalog gibt es einen Hauptteil, der die Titelangaben enthält, und es gibt die Register, in denen man blättert. Jedes Register wird durch einen Tastendruck aufgeklappt, jede gewünschte Stelle erreicht man durch Eintippen weniger Anfangszeichen (ohne Befehl), zwischen Registern und Hauptteil schaltet man mit den Cursortasten "links-rechts" ( <CursorLinks> <CursorRechts> ) hin und her (wie beim Nachschlagewerk: links Hauptteil, rechts Register). Den Hauptteil blättert man mit den Cursortasten "rauf- runter" ( <CursorOben> <CursorUnten> ) in der Reihenfolge des jeweils eingestellten Registers durch - als wären die Daten genauso geordnet wie das Register. Das ist ein großer Unterschied zum gedruckten Nachschlagewerk. Hinzu kommen "Referenzen" (automatische Querverweise innerhalb und zwischen Registern), Möglichkeiten zur Trunkierung und logischen Kombination (UND ODER NICHT) sowie formatierter Export von Ergebnismengen. Programmtechnisch sind alle Voraussetzungen für einen ganz neuen Service gegeben: EndbenutzerInnen können auf Anfrage Ergebnismengen (= Auszüge aus dem Katalog) auf Diskette mit nach Hause nehmen. Mehr noch: Sie können auch die Software selbst (eine abgespeckte Version natürlich) bekommen, für den individuellen, professionellen Online-Katalog auf dem eigenen (IBM-kompatiblen) PC, erweiterbar durch eigene Daten, jederzeit aktualisierbar durch neue Daten aus der UB. Noch besser ist nur der "direkte Draht" von zu Hause oder vom Institut zur UB. Auch das ist machbar - fragen Sie an der Information!

... und für besondere Fragen

gibt es noch verschiedene erweiterte Suchtechniken:

Trunkieren

bedeutet soviel wie "abschneiden". Es gibt da zwei Möglichkeiten: das Suchwort an einer bestimmten Position abschneiden (sog. feste Trunkierung) bzw. den Suchbegriff an einem bestimmten Zeichen abschneiden (sog. variable Trunkierung).

Probieren Sie folgende Beispiele selbst aus, dann sehen Sie sofort, was gemeint ist:

Feste Trunkierung

Geben Sie ein: <F3> deut <Enter>

dann sehen Sie eine Menge Einträge, die alle mit deut anfangen, links daneben immer eine Zahl, die angibt, in wievielen Datensätzen dieses Wort vorkommt.

Jetzt geben Sie <F10> (im OPAC: <Shift+F10>) (d.h. zugleich die Shift-Taste und <F10> drücken)

und der Rechner fragt: Position:

Sie tippen ein 7 <Enter> , d.h. die Anzeige soll nach dem 7. Zeichen abgeschnitten werden.

Es bleiben nur noch 5 deutsch

und 41 deutsch ...

übrig, das zweite aber nun mit einer größeren Zahl an der linken Seite. Das bedeutet: das Wort "deutsch" kommt 5 mal vor, und es gibt 41 längere Wörter, die mit "deutsch" anfangen.

Um beides noch zusammenzufassen, können Sie mit der Taste <<> die Trunkierung um ein Zeichen verkürzen, dann ergibt sich

46 deutsc ...

(Mit <>> läßt sich natürlich die Trunkierung auch wieder verlängern, g.h. mit diesen zwei Zeichen können Sie ganz schnell die genau richtige Trunkierung einregulieren.)

Betätigen Sie <Rücktaste> <+> während der Zeiger auf "deutsc" steht. Dann wird unten rechts, über dem Menü, die Angabe

Ergebnisse: 35

erscheinen. Das heißt: es gibt 35 verschiedene Aufnahmen, die etwas mit "deutsc" enthalten.

Mit <Shift+F9> erhalten Sie die Kurzübersicht, d.h. die numerierte Liste der Titel, die zu dieser Ergebnismenge gehören.

Variable Trunkierung

Geben Sie ein: <F5> uni taschenb <Enter>

und Sie erhalten die Übersicht der vorhandenen Bücher aus der Reihe "Uni Taschenbücher", sortiert nach der Bandnummer. Jetzt drücken Sie die Taste mit dem Semikolon (rechts neben dem 'm', über dem Komma), d.h. alles hinter dem Semikolon soll abgeschnitten werden; dann verschwinden die Bandnummern und es bleibt stehen

4 uni taschenbuecher

und das heißt, daß in dieser Beispieldatenbank insgesamt 4 Titel aus dieser Reihe vertreten sind. Natürlich ist diese Möglichkeit erst bei großen Katalogen richtig interessant: man sieht dann untereinander die vorhandenen Serientitel und links daneben die Anzahl der davon vorhandenen Stücke. Man fährt sodann den Zeiger auf die Serie, für die man sich interessiert, und drückt <F7> , dann wird die Trunkierung wieder aufgehoben und man sieht alle Bandnummern.

Dazu noch ein Tip: wenn eine sehr lange Liste erscheint, braucht man sie nicht mit <BildUnten> -zigmal weiterzublättern, sondern an einen weiter unten liegenden Punkt kommt man auch schneller: man drückt <Shift+F6> , dann wird die aktuelle Registerzeile (wo gerade der Zeiger drauf stand) im Eingabefeld in der Mitte vorgelegt, der Cursor steht am Ende, und man braucht nur noch hinten eine geeignete Änderung zu machen und mit <Enter> abzuschicken, dann kommt sofort der gewünschte Registerabschnitt. Ausprobieren - dann wird es schnell klar.

Interessant ist die variable Trunkierung auch bei den Personennamen: Geben Sie

<F1> mueller <Enter> , (d.h. einfach die Komma-Taste drücken, wenn der Zeiger auf "mueller" steht)

Das Komma bewirkt, daß alle Vornamen abgeschnitten werden; Sie sehen dann, wieviele Müllers es im Katalog gibt.

Auch hier gilt: mit <F7> hebt man die Trunkierung wieder auf. (Beim Umblättern auf ein anderes Register wird sie automatisch aufgehoben!)

Und was nützt das alles? Die Frage führt zu der zweiten Spezialität:

Logische Kombinationen

Wenn neben einer Registerzeile eine sehr große Zahl steht, dann wird man selten alle zugehörigen Titel durchblättern wollen (indem man <Enter> und dann -zigmal oder mehr die Taste <CursorUnten> betätigt). Für solche Fälle bietet sich die logische UND- Kombination an. Wenn Sie z.B. Bücher über "Deutsche Geschichte" suchen, können Sie so vorgehen:

Geben Sie ein

<F3> deutsch <Enter> <F10> 6 <Enter>

dann werden alle mit den Buchstaben deutsc anfangenden Wörter auf eine Zeile zusammengezogen. Wir erhalten die oben erwähnten 35 Ergebnisse. Jetzt geben Sie wieder

<RÜCKTASTE> <+>

Damit beginnen Sie eine neue Ergebnismenge, die dann zunächst aus allen Titeln besteht, die die bewußten Wörter enthalten.

Nun gehen Sie über zum Wort Geschichte:

gesch <Enter>

Sie sehen, daß es 28 mit geschi beginnende Einträge gibt. Jetzt wird beides kombiniert: es sollen die Titel gesucht werden, die von beidem etwas enthalten. Drücken Sie dazu nur die Taste <+> , unten rechts erscheint dann

Ergebnisse: 10

Diese 10 können Sie "durchblättern", indem Sie die zwei Tasten

<Shift+F9>

gleichzeitig drücken. Es erscheint eine Kurzübersicht, und zwar die ersten 22 Titel, wenn es mehr als 22 sind. Man blättert darin mit den Pfeiltasten und mit <BildUnten> <BildOben>. Mit Enter wird die vollständige Anzeige zu dem Titel aufgerufen, auf dem der Pfeil steht. In der Titelanzeige kann man mit <CursorUnten> und <CursorOben> auch direkt die Ergebnismenge nach unten und oben durchblättern, ohne zum Register zurückgehen zu müssen.

Mit der <RÜCKTASTE> (das ist die von der Schreibmaschine bekannte Rückschritt-Taste über der Enter-Taste) beseitigen Sie eine vorher angelegte Ergebnismenge und können sofort eine neue aufbauen lassen.

Die zweitwichtigste Verknüpfung ist die NICHT-Verknüpfung: Mit der Taste <-> ("minus") erreichen Sie, daß aus der vorher angelegten Ergebnismenge alle Titel herausgenommen werden, die den aktuellen Begriff (den, auf den der Pfeil zeigt) enthalten.

Das heißt also: die Durchführung von logischen (oder "booleschen") Kombinationen läuft ohne Befehle ab, es wird lediglich von den Tasten <+>, <-> und </> Gebrauch gemacht. Diese wirken als logische Operatoren:

<+> bildet die Schnittmenge aus zwei Registerzeilen (logisches UND)

<-> (Minus) bildet die Differenzmenge (logisches NICHT)

</> bildet die Vereinigungsmenge (logisches ODER)

Verknüpfungen sind auch beliebig zwischen verschiedenen Registern möglich, z.B zwischen Namen und Stichwörtern. So kann man vorgehen, wenn man z.B. nur den Namen "Müller" weiß und daß im Titel das Wort "Geschichte" vorkommt.

Und jederzeit ist es möglich, die zu dem Zeitpunkt existierende Ergebnismenge mit <Shift+F9> anzeigen zu lassen (s.o.).





© Universitätsbibliothek Braunschweig, Bernhard Eversberg, 30.09.1996
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